Aktuelle Regelungen zur Durchführung von kirchlichen Veranstaltungen

Was bei der Durchführungen von Gottesdiensten etc. zu beachten ist

Weil es aus der Gemeinde immer wieder Nachfragen gibt, hier die Regeln zur Durchführung von Gottesdiensten etc. herausgegeben von der EKBO:


In Brandenburg

 

gilt aufgrund der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 vom 17.4.2020 (GVBl.II – 2020, Nr. 21) (abrufbar unter https://www.landesrecht.brandenburg.de/dislser-vice/public/gvbldetail.jsp?id=8600) bis zum 8. Mai 2020 folgendes:

1.Gottesdienste gemäß

§ 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Nicht als Ansammlung in diesem Sinne gelten gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 4 religiöse Zeremonien aus wichtigem Grund, insbesondere Taufen und Bestattungen, sowie Trauerfeiern im privaten und familiären Bereich, von bis zu 20 Personen.

Wir gehen davon aus, dass für den kurzen Geltungszeitraum der Verordnung aufgrund der langen Zeit ohne Präsenzgottesdienste in jedem Fall ein wichtiger Grund für das Feiern des Gottesdienstes gegeben ist. Wir gehen davon aus, dass bei „Personen“ alle Anwesenden erfasst sind – also die Gottesdienstteilnehmenden, Verkündigungsdienst (inklusive Kirchenmusik), Kirchdienst. Auf Bläserbeteiligung in den Gottesdiensten sollte vorerst verzichtet werden.

2.Gemeindeveranstaltungen

 

Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Dazu zählen auch Ge-meindeveranstaltungen wie beispielsweise Gemeindegruppen und Kreise. Für Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Teilnehmenden kann die zuständige Versammlungsbehörde gemäß § 1 Abs. 2 im besonders begründeten Einzelfall auf Antrag Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 zulassen, sofern dies aus infekti-onsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist; das zuständige Gesundheitsamt ist an dieser Entscheidung zu beteiligen. Auch die Chor- und Bläserchorarbeit (Unterricht, Treffen) muss in den kommenden 14 Tagen weiterhin ohne analoges Zusammenkommen stattfinden.

 

3.Kasualien, Konfirmationen

Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Nicht als Ansammlung in diesem Sinne gelten gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 4 religiöse Zeremonien aus wichtigem Grund, insbesondere Taufen und Bestattungen, sowie Trauerfeiern im privaten und familiären Bereich, von bis zu 20 Personen. Konfirmationen können, sofern eine Verschiebung nicht möglich ist und die Durchführung aus seelsorglichen Gründen geboten ist, unter den o.g. Bedingung erfolgen. Christenlehre, Konfirmandenarbeit, religiöse Bildung in Schulen Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Ebenso sieht § 6 Abs. 1 der Verordnung vor, dass Zusammenkünfte in Vereinen sowie in Sport- und Freizeiteinrichtungen, die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich verboten sind (dies gilt nicht für Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen). Insofern ist davon auszugehen, dass das physische Zusammenkommen in Christenlehre und Konfirmandenunterricht derzeit nicht möglich ist. Es können jedoch Online-Angebote mittels Video- oder Telefonkonferenz unterbreitet werden.

 4.Organe und Gremien der kirchlichen Körperschaften

 

Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt. Es wird empfohlen, Sit-zungen von Organen und Gremien der kirchlichen Körperschaften, wenn überhaupt, via Video-/ Telefonkonferenz stattfinden zu lassen (vgl. dazu die Handlungsempfehlungen

für die Beschlussfassung kirchlicher Gremien in den Zeiten einer Pandemie vom 8.4.2020, abrufbar unter https://www.ekbo.de/service/corona.html.

 

5.Seelsorge in Alten- Pflegeheimen und Krankenhäusern

 

Gemäß § 9 Abs. 1 dürfen Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern sowie Bewohne-rinnen und Bewohner von Pflegeheimen grundsätzlich keinen Besuch empfangen. In Abs. 2 wird jedoch folgende Ausnahme zugelassen: Schwerstkranke dürfen, insbesondere zur Sterbebegleitung, Besuch von Seelsorgern sowie nach ärztlicher Genehmigung von ihnen nahe stehenden Personen empfangen. In der Praxis kommt es hier sehr auf die Handhabung in den einzelnen Häusern an. Diese Verbote gelten nicht für Hospize